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Das Ende eines aufgedeckten Skandals zum Thema Rechnungskürzungen!

19. Februar 2019

Die Chronik eines vermeintlich ganz normalen Wochentages ist doch ereignisreicher als vermutet.

Während in den vergangenen Jahrhunderten am 18. Februar Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft Geschichte geschrieben haben, beginnt der 18. Februar 2019 wie jeder andere Wochentag auch.

Es dauert nicht lange, da fällt die Aufmerksamkeit unserer Branche auf eine Fernsehsendung im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF). Das Verbraucher-Magazin WISO wird am Abend unter anderem über das Thema „Ärger nach Unfallreparaturen: Wie Versicherungen Posten kürzen“ berichten. Die Einschaltquoten dürften relativ hoch gewesen sein. Würde man eine Erhebung darüber machen, welche Zuschauergruppe hier vor den Fernsehern saß, so dürfte sicherlich der Großteil davon Betroffene gewesen sein. Betroffene in zweierlei Hinsicht! Zum einen die Verbraucher, die nach einem Unfall- oder Kaskoschaden Ärger mit der Kostenübernahme ihres Fahrzeug-Schadens hatten. Zum anderen aber auch eine Vielzahl von Kfz-Betrieben, die ihrerseits täglich für die vollständige Regulierung der Fahrzeugschäden, die im eigenen Betrieb behoben wurden, kämpfen.

Nun ist das Thema Rechnungskürzungen ja nicht neu. Die Reparaturbranche kämpft schon viele Jahre damit. Was man doch deutlich spürt, ist, dass bis vor nicht all zu langer Zeit Rechnungskürzungen immer am Boden der Suppe schwammen. So langsam aber, köchelt und brodelt die Suppe immer stärker und Rechnungskürzungen schwimmen in stattlicher Anzahl an der Oberfläche. Wann schwappt das ganze über?


Bildquelle: Pixabay

Als unabhängiges Expertenforum für die Branchen Autoglas und Smart Repair, betrachten wir die Dinge immer neutral und versuchen die Themen aus allen Blickwinkeln zu beurteilen. Ja, es gibt auch nachvollziehbare Kürzungen von Rechnungen durch die Kfz-Versicherer oder von ihnen beauftragten Prüfdienstleister. Aber um diese geht es ja hier gar nicht.

Es geht um die vielen Fälle, in denen ein Betriebsinhaber mit Know-how und Qualifikation einen eigenen Betrieb eröffnet. Finanzielles und wirtschaftliches Risiko auf sich nimmt und Arbeitsplätze schafft. Seine Mitarbeiter auf Schulungen schickt, damit sie immer mit den neuesten Technologien der Fahrzeuge vertraut sind. Die Werkstatt fortlaufend aufrüstet, um auch an modernen Fahrzeugen einen perfekten Job erledigen zu können. Nun bietet dieser Betriebsinhaber seinem Kunden, nämlich dem Verbraucher, auch noch den Service, den Schaden an seinem Fahrzeug direkt mit der Kfz-Versicherung abzuwickeln und dann passiert es!

Der Schaden ist schon längst behoben, der Verbraucher ist zufrieden und plötzlich flattert ein Schreiben von der Werkstatt ins Haus. Der Verbraucher soll einen nicht geringen Anteil der Reparaturkosten selbst übernehmen? Die Nachfrage in der Werkstatt bringt nun Licht ins Dunkel. Die Kfz-Versicherung unseres Verbrauchers hat die Reparaturkostenrechnung, trotz vorliegendem Schadengutachten, nur zum Teil reguliert. Einen nicht unerheblichen Anteil der Kosten wurde von der Kfz-Versicherung nicht bezahlt. Dies bleibt nun beim Verbraucher hängen und er fragt sich, warum? Deckt doch sein abgeschlossener Tarif all diese Dinge ab. Zudem hält er ja auch ein offizielles Schadengutachten in seinen Händen!

Eine alltägliche Situation in den Betrieben. Und weil diese Situation schon so lange vorherrscht, hat sich inzwischen Resignation breit gemacht. WISO bringts ans Licht. Zwei Ex-Mitarbeiter von Prüfdienstleistern, die im Auftrag der Versicherungen Rechnungsbelege vorab prüfen, berichten über die damalige Arbeit. Es soll Vorgaben zu Kürzungsquoten gegeben haben. Im Schnitt hätten ca. 20,-EUR pro Rechnung gekürzt werden sollen. In Summe, bei Millionen von Schäden, macht das eine ordentliche Einsparung für die Versicherung aus.

Bei Nichteinhaltung dieser Vorgaben, soll es Einzelgespräche mit den Vorgesetzten gegeben haben. Verständlich, dass die Ex-Mitarbeiter im Beitrag unerkannt bleiben wollten. Sowohl die Prüfdienstleister, als auch einer der führenden Kfz-Versicherer widersprachen diesen Aussagen, ließen aber im Weiteren die Vorwürfe unkommentiert.

Als wir nun den Beitrag in der ZDF Mediathek – WISO vom 18. Februar 2019 – hier verlinken wollten, hatte man wohl bereits auf die Veröffentlichung reagiert. Dieser Beitrag kann nicht mehr aufgerufen werden. Der Sender reagiert beim Aufruf mit einem Fehlercode 3, wie er normalerweise nur bei Beiträgen mit einer Altersbeschränkung zum Schutz der Jugend, auftritt.

Ist das nun das Ende eines aufgedeckten Skandals? Sind die Inhalte des Beitrages so brisant? Wer fühlt sich hier in die Ecke gedrängt, um solche Maßnahmen ergreifen zu müssen?

Es wäre wünschenswert, wenn die Branche insgesamt ein faires Miteinander leben würde. In allen Bereichen, in allen Ebenen und in allen Dingen!

Herzlichst Ihre Martina Weller


 

 

 

 

Redaktion autoglaser.de 19.02.2019 – the day after…

Autor: AUTO.net GLASinnovation
Quelle: AUTO.net GLASinnovation gmbh

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